10 Regeln für eine katholische Trauung

10 Regeln für eine katholische Trauung

Eine kirchliche Trauung ist eine wundervolle Sache. Nicht nur dass ein Gotteshaus ein wundervolles Flair mit stiller Bedächtigkeit vereint und somit die Trauung zu einem ganz besonderen Erlebnis für Brautpaar und Gäste macht, auch die Ehe unter den Segen Gottes gestellt zu wissen, ist für viele Christen Stütze in schweren Zeiten.

Doch auch eine katholische Trauung kommt nicht ganz ohne Formalitäten aus und nicht jedem ist es vergönnt, seine Ehe unter den Segen des Allmächtigen stellen zu lassen. Welche Voraussetzungen für eine katholische Trauung gegeben sein müssen und was es zu beachten gilt, das erfahrt ihr hier auf einen Blick.

Die Voraussetzungen für eine katholische Trauung

Vor einer katholischen Trauung steht in Deutschland immer eine standesamtliche Eheschließung. Eine rein kirchliche Trauung ist zwar prinzipiell gestattet, bedarf jedoch der Zustimmung des Bischofs und wird zivilrechtlich nicht anerkannt. Weiterhin muss einer der beiden Partner Mitglied der katholischen Kirche sein, wobei eine Firmung nicht zwingend erforderlich ist.

Gleichgeschlechtliche Ehen werden in der katholischen Kirche prinzipiell nicht geschlossen.

10 Regeln für eine katholische Trauung

Die Anmeldung zur katholischen Trauung

Mindestens ein halbes Jahr, besser ein Jahr vor der geplanten Eheschließung ist die Trauung in der Wohnortpfarrei anzumelden. Denn nicht nur auf Standesämtern sind beliebte Termine weit im Voraus reserviert.

Oft wird bereits bei der Anmeldung ein Termin für ein sogenanntes Traugespräch vereinbart. Zu diesem wird den Heiratswilligen nicht nur die Bedeutung der Ehe noch einmal nahegebracht, sondern auch ein Ehevorbereitungsprotokoll ausgefüllt, welches ein benötigtes Dokument für die Trauung darstellt.

10 Regeln für eine katholische Trauung

Diese Dokumente benötigt ihr zur katholischen Trauung

Da auch eine geistliche Eheschließung nicht ohne Bürokratie auskommt, solltet ihr folgende Dokumente im Vorfeld besorgen:

  • Personalausweis oder Reisepass
  • Taufbescheinigung – diese darf nicht älter als 6 Monate sein und wird vom Taufpfarramt ausgestellt
  • Ledigennachweis. Wenn einer der Partner nicht katholisch ist, benötigt dieser einen sogenannten Ledigennachweis vom Einwohnermeldeamt
  • Ehevorbereitungsprotokoll (wird beim Traugespräch ausgefüllt)
  • Eheurkunde oder Bescheinigung über die Anmeldung zur standesamtlichen Trauung

Wenn ihr in einer Kirche außerhalb eures Wohnortes heiraten wollt

Auch das ist möglich. Wer zum Beispiel dort heiraten möchte, wo er auch getauft wurde oder eine andere Kirche einfach schöner, größer oder gemütlicher findet, der bittet seinen Pfarrer um eine Überweisung. Allerdings müsst ihr euch in diesem Fall selbst um die Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung mit der Pfarrei eurer Wahl kümmern.

Wenn einer der Partner geschieden ist

Da es sich bei der katholischen Trauung um ein heiliges Sakrament handelt, kann dieses nicht einfach aufgelöst werden, sondern endet nur mit dem Tod eines der Partner. Somit ist es nicht möglich, eine zweite Trauung durchführen zu lassen, auch wenn die Eheleute vor dem Gesetz zivilrechtlich geschieden sind.

Einzige Ausnahme bildet die Annullierung der vorangegangenen Ehe, dies setzt allerdings voraus, dass diese damals nicht nach katholischem Verständnis geschlossen wurde. Ein schwieriges, aber nicht unbedingt aussichtsloses Unterfangen. Nachfragen lohnt auf jeden Fall.

Trauzeugen bei einer katholischen Trauung

Soll eine Ehe in der katholischen Kirche unter den Segen Gottes gestellt werden, ist es zwingend erforderlich 2 Trauzeugen zu benennen. Hierbei spielt es allerdings keine Rolle, wie alt diese sind und welcher Konfession sie angehören.

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Eheschließung bei unterschiedlicher Religionszugehörigkeit

Auch die Trauung zwischen Partnern verschiedener Konfessionen ist in der katholischen Kirche möglich. Allerdings ist diese an ein Versprechen geknüpft, über das sich beide Partner im Vorfeld klar sein sollten.

Ist ein Partner evangelisch oder auch Buddhist, so kann eine katholische Trauung unter der Voraussetzung vollzogen werden, dass beide Eheleute versprechen, die Kinder aus dieser gemeinsamen Verbindung im katholischen Glauben zu erziehen und auch in diesem taufen zu lassen.

Auch eine ökumenische Trauung ist möglich. Bei dieser ist ein Pfarrer, zum Beispiel der evangelischen Kirche, zur Trauung mit anwesend ist und der Gottesdienst wird gemeinsam gestaltet.

Das Traugespräch

Auch wenn während des Traugesprächs das Ehevorbereitungsprotokoll ausgefüllt werden muss, so dient dieser Termin dem Brautpaar in erster Linie dazu, sich die Bedeutung dieses Schrittes vor Gott noch einmal zu vergegenwärtigen, offene Fragen zu klären und bereits einige organisatorische Dinge zum Ablauf zu besprechen.

Der Pfarrer macht sich in diesem Zusammenhang ein erstes Bild vom Paar, lernt ihre Geschichte kennen und notiert vielleicht erste Details, die zum Gottesdienst Erwähnung finden können. Auch der Ablauf der Zeremonie, sowie die Wünsche der Verlobten zu Musik, Gesang und Trauspruch werden diskutiert. Nicht selten ist noch ein zweiter Termin notwendig, um alles perfekt zu machen.

Ein kleiner Tipp von mir: Wenn euch im Laufe der Vorbereitungen auf eure Trauung Fragen oder Wünsche einfallen, notiert diese sofort und nehmt die Liste zum Gespräch mit. Oftmals ist in einer solchen Situation nicht nur die Anspannung und Aufregung groß, auch die Vielzahl an neuen Informationen lässt euch das ein oder andere schlichtweg vergessen.

Die wichtigsten Entscheidungen und Vorbereitungen

Auch wenn der Pfarrer ein Grundgerüst für jede katholische Trauung hat, so seid auch ihr als Brautpaar gefragt und es gilt, wichtige Entscheidungen mit zu treffen. Macht euch also über folgende Dinge im Vorfeld Gedanken:

  • Soll es ein Wortgottesdienst oder eine Eucharistiefeier werden?
  • Bei der Eucharistiefeier sind zum Beispiel die Wandlung von Brot und Wein sowie der Empfang der heiligen Kommunion ein fester Bestandteil
  • Wer soll Lektor für den Gottesdienst sein?
  • Das können sowohl Geschwister oder Eltern als auch der Trauzeuge sein. Wichtig ist im Vorfeld festzulegen, wer was liest.
  • Möchten wir eine Traukerze? Diese Kerze steht für Gottes Begleitung in eurer Ehe und wird während der Trauung an der Osterkerze entzündet.
  • Wie viele Ministranten wollen wir und wer soll das sein?
  • Auch das ist eine schöne Gelegenheit Freunde mit einzubeziehen. Vielleicht gibt es ehemalige Messdiener unter den Gästen, die diese Aufgabe gern übernehmen würden.
  • Welcher Trauspruch passt zu uns?
  • Wählt diesen Spruch sorgfältig, da er euch euer ganzes Leben hindurch begleiten soll. Das muss kein Spruch aus der Bibel sein, ihr dürft euch gern auch an Philosophie und Literatur bedienen.
  • Wollt ihr noch ein Ehevorbereitungsseminar besuchen? Ein solches Seminar wird von katholischen Bildungsträgern angeboten und ist sicherlich eine tolle Erfahrung für euch als Paar um euch auf den neuen Lebensabschnitt vorzubereiten.

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Taufe und Trauung an einem Tag

Hat ein Partner vielleicht Kinder mit in die Ehe gebracht oder hat das Paar bereits gemeinsame Kinder bekommen, bevor sie sich zur katholischen Trauung entschlossen haben, so besteht die Möglichkeit, diese im Gottesdienst mit taufen zu lassen.

Unter Pfarrern hat sich das umgangssprachlich als „Traufe“ (Trauung und Taufe) in den Wortschatz eingeschlichen und ist eine wunderschöne, symbolträchtige und rührende Zeremonie, wenn nicht nur die Verbindung zwischen Mama und Papa, sondern auch der Lebensweg des Kindes an diesem Tag unter den Segen Gottes gestellt wird.

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