Standesamtliche Trauung | Standesamt Fotograf

Standesamtliche Trauung auf der Burg Drachenfels

Die standesamtliche Trauung

Eine standesamtliche Trauung gehört zu jeder Eheschließung. Zwar heiraten viele Paare nach wie vor in der Kirche oder in Form einer freien Trauung, jedoch ist diese Art der Zeremonie alleine nicht mehr rechtsbindend. Um die Ehe rechtens zu machen, muss sie vor dem Standesamt geschlossen werden. Wer aber eine Hochzeitszeremonie nach traditioneller Art plant, erledigt die standesamtliche Eheschließung entweder davor oder danach im kleinen Kreis oder ganz allein ohne die Familie. Es sei denn, die standesamtliche Trauung ist so viel Zeremonie, wie das Paar will – dann macht sie manchmal die ganze Eheschließung aus.

Früher, das heißt vor Jahrhunderten, wurde die Ehe vor der Kirche und vor Gott geschlossen (dies ist in Italien übrigens immer noch so), denn sie war eine religiöse Institution. Der Eintrag ins Kirchenbuch war die höchste Form der Anerkennung, das Paar war verheiratet und es gab keine andere Instanz, die das zu regeln vermochte. Standesämter existieren seit 1874 in Preußen und seit 1876 in ganz Deutschland und regeln den so genannten Personenstand, also Geburten, Sterbefälle und auch Eheschließungen. Die standesamtliche Heirat ist seit dieser Zeit verpflichtend. Zuvor hatte sich in den französisch besetzten Gebieten zu Zeiten Napoléons die Idee der „Zivilehe“ gebildet. Sie steht im Gegensatz zur kirchlichen Ehe, die nur vor Gott gilt. Diese Art der Eheschließung versteht sich als zivilrechtlicher Bund zwischen zwei Menschen, in dem zwar nach wie vor die Liebe maßgeblich ist, jedoch auch verschiedene Rechte und Pflichten der Ehepartner. Die moderne Zivilehe, also der rechtliche Zusammenschluss zweier Liebenden, ist auch heute noch Grundlage einer Heirat.

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Wann findet die Trauung statt?

Paare, die eine traditionelle oder moderne Hochzeitszeremonie geplant haben, legen die standesamtliche Vermählung meist davor an. Sie laden dazu entweder nur die engsten Angehörigen oder geben sich in ihrer Zweisamkeit das Ja-Wort, die Einladungen werden dann eher zum zeremoniellen Teil ausgesprochen. Manche Paare sind sogar tage oder monatelang verheiratet, wenn ihre Zeremonie stattfindet. Zur Trauung sind heutzutage in Deutschland nicht einmal mehr Trauzeugen notwendig, werden aber aus Traditionsbewusstsein von den meisten Paaren noch mitgebracht. Seltener heiratet das Paar nach der Zeremonie standesamtlich, aber auch das ist möglich. Wichtig ist nur, dass dieser Verwaltungsakt überhaupt stattfindet, da andernfalls keine Hochzeit rechtlich anerkannt ist.

Standesamt Neuss

Standesamt Neuss

Eine Trauung vor dem Standesbeamten als einzige Eheschließung

Seit einigen Jahrzehnten ist es vollkommen in Ordnung, ausschließlich standesamtlich zu heiraten. Paare, die kein großes Budget für die Hochzeit ausgeben wollen, zum zweiten Mal heiraten oder dem Akt der Eheschließung weniger Bedeutung beimessen als dem tatsächlichen Eheleben, heiraten aus diesen Gründen gerne ausschliesslich nur vor dem Standesamt. Manche Ämter ermöglichen es, die Eheschließung in einem besonderen Ambiente stattfinden zu lassen – in Nürnberg beispielsweise kann man für anschließende Feierlichkeiten Teile der berühmten Kaiserburg anmieten, in Düsseldorf zum Beispiel das Schloss Benrath. Wer eine unkonventionelle Zeremonie wünscht, erledigt den standesamtlichen Teil und arrangiert danach die freie Trauung. Homosexuelle Paare beispielsweise haben zwar keine andere Wahl, lassen sich aber sehr bewusst nur auf die gesetzliche Trauung ein und organisieren danach ihre eigene Feier, um sich von kirchlicher Tradition abzugrenzen. Auch Paare, deren Glaube in Deutschland kaum praktiziert wird, wählen eine gesetzmäßige Trauung. Wenn nur auf diese Weise geheiratet hat, kann natürlich immer noch ein wallendes weißes Brautkleid angedeihen, denn dieses hat mit kirchlicher Tradition tatsächlich wenig zu tun. Eine standesamtliche Verehelichung, ist, wenn sie die einzige Zeremonie zur Eheschließung ist, genauso romantisch sein wie jede andere Form. Vielen Paaren kommt es nun einmal viel mehr darauf an, was sie danach veranstalten und wie sie vor allem ihr gemeinsames Eheleben gestalten.

Mit lieben Grüßen Ralf, standesamtliche Trauung in NRW