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10 Tipps für professionelle Mitarbeiterfotos

Bereits in meinem Blogbeitrag 5 gute Gründe für individuelle Mitarbeiterfotoskonnten Sie erfahren, warum diese nicht nur für das Marketing Ihres Unternehmens, sondern auch für das Selbstbewusstsein Ihrer Kollegen eine Bereicherung sind.

Ist die Entscheidung gefallen, alle Mitarbeiter auf professionelle Art und Weise fotografieren zu lassen, geht es an die Vorbereitung. Je nach Unternehmensgröße gilt es, ein solches Projekt gut zu koordinieren, dass der Ablauf reibungslos und damit kosteneffizient vonstatten geht.

Mit meinen 10 Tipps bekommen Sie einen Leitfaden an die Hand, der Sie unterstützt und an alle wichtigen Überlegungen und Aufgaben erinnert.

Der Fotograf

Suchen Sie sich einen Fotografen, der nicht nur Ihre Mitarbeiter individuell in Szene setzt, sondern auch über Erfahrungen in diesem besonderen Bereich der Fotografie vorzuweisen hat. So ist es für Sie unabdingbar, dass das Shooting schnell erfolgt und Ihre Betriebsabläufe so wenig wie möglich gestört werden.

Sollte es Ihr erstes Shooting dieser Art sein, ist es wichtig, einen Experten an Ihrer Seite zu wissen, der Ihnen nicht nur tolle Bilder liefert, sondern auch bei der Organisation mit Ratschlägen und Hinweisen zur Seite steht.

Achten Sie auch darauf, dass alle Rechte an den Bildern nach dem Shooting an Sie übergehen. Nicht dass bei der öffentlichen Verwendung dann noch eine Kostenfalle lauert.

Das Styling

Informieren Sie Ihre Mitarbeiter rechtzeitig und schriftlich über den geplanten Termin und geben Sie, wenn gewünscht, auch einen bestimmten Dresscode vor.

Da Ihre Arbeitnehmer nacheinander zum Shooting kommen, kann es sein, dass einige morgens aufwendig gezauberte Frisuren bereits die besten Zeiten hinter sich haben. Auch der Teint des einen oder anderen Kollegen kann durchaus etwas abgekämpft anmuten.

Bestellen Sie sich daher am besten einen Stylisten für diesen Tag. Das kostet zwar ein paar Euro mehr, bewahrt Sie aber vor bösen Überraschungen. Nicht selten passiert es, dass einer seinen Kamm vergessen hat oder ungeschminkt zur Arbeit erscheinen musste, weil der Wecker nicht geklingelt hat.

Die Wirkung

Überlegen Sie sich im Vorfeld, wie die Bilder wirken sollen, und stellen Sie sicher, dass das auch organisatorisch und zeitlich beim Shooting zu gewährleisten ist.

Sollen die Fotos für den Außenauftritt genutzt werden, sollte auf Seriosität und Haltung geachtet werden. Sind die Bilder nur für die interne Verwendung an einem Geburtstagskalender oder einer Telefonliste gedacht, darf auch ruhig einmal der Spaß im Vordergrund stehen und die Fotos entweder lustig oder locker lässig rüberkommen. Eine Tasse Kaffee in der Hand, eine Zigarette im Mund oder ein total überforderter Gesichtsausdruck – jeder so, wie ihn seine Kollegen kennen und mögen.

Steht der Mitarbeiter einmal vor der Linse, kann auch beides gut kombiniert werden, das lockert die Atmosphäre und zeigt eindrucksvoll die Wandelbarkeit der Menschen.

Die Corporate Identity

Sowohl große Marken, als auch kleine Unternehmen sollten beim Außenauftritt die CI unbedingt konsequent vertreten. So sollten sich auch die Bilder, die für die Öffentlichkeitsarbeit bestimmt sind, an diesem Konzept orientieren.

Darf gelächelt werden? Soll man die Zähne sehen? Ist ein Namensschild oder einheitliche Firmenkleidung zu tragen? Viele Details, die es zu beachten und im Vorfeld genau zu klären gilt, nicht dass die Bilder am Ende wegen Kleinigkeiten nicht zu verwenden sind.

Der Ort

Soll das Shooting am Arbeitsplatz erfolgen oder in einem separaten Raum an einem vorbereiteten Set? Auch hier sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Fotograf die Vor- und Nachteile beider Varianten abwägen.

Authentischer und individueller wirken Bilder am Arbeitsplatz. Man nimmt den Betrachter sinnbildlich mit an den Ort des Geschehens und lässt ihn so am gesamten Arbeitsprozess teilhaben.

Doch hat diese Variante auch ihre Nachteile. An jedem Aufnahmeort herrschen andere Lichtverhältnisse, es wirken andere Hintergründe und Umgebungsfarben auf das Foto. So wird eine Einheitlichkeit nur schwer herzustellen sein.

Auch wird an den jeweiligen Sets der Arbeitsablauf gestört, da ein solches Event nicht nur die Neugier der umstehenden Kollegen auf sich zieht, sondern auch die Hintergründe unter Umständen ständig neu korrigiert werden müssen. Wägen Sie daher gut das Für und Wider ab, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Die Zeit

Sorgen Sie dafür, dass genügend zeitliche Ressourcen für ein solches Shooting zur Verfügung stehen, und geben Sie Ihren Mitarbeitern bewusst diese Auszeit. Gehetzte Abteilungsleiter, die in Gedanken bereits beim Kunden sind, der seit 3 Minuten auf sie wartet, oder gestresste Gesichter, die mehr gequält als erfreut das Ganze über sich ergehen lassen, sind kein guter Ausgangspunkt für grandiose Bilder.

Aktualität

Ein solches Shooting sollte keine Eintagsfliege sein. Halten Sie die Bilder immer auf dem neusten Stand und wiederholen Sie daher ein solches Shooting alle 4 bis 5 Jahre. So stellen Sie nicht nur sicher, dass auch neue Mitarbeiter bedacht werden, sondern auch, dass das Foto eines Mitarbeiters kurz vor dem Ruhestand nicht noch aus seiner Lehrzeit stammt.

Das Format

Überlegen Sie auch, in welchem Format Sie die Fotos benötigen. Für das Mailprogramm oder ein digitales Telefonbuch kommen wahrscheinlich quadratische Bilder im Betracht, während auf Visitenkarten oder Flyern das Hochformat am passendsten wäre. Auf der Homepage wiederum kann ein Bild im Querformat auf der Seite Ihrer Abteilung perfekt zur Geltung kommen.

Sprechen Sie Ihren Fotografen darauf an und wählen Sie im Zweifelsfall lieber das Querformat. Aus diesem kann mit wenigen Mühen jedes andere zugeschnitten werden.

Legal Compliance

Sprechen Sie sich nicht nur mit Ihren Mitarbeitern und dem Betriebsrat über das geplante Shooting, sondern holen Sie auch die Rechtsabteilung ins Boot. Hier geht es vor allem um die Verwendung der Mitarbeiterfotos. Welche Einverständniserklärung bietet Rechtssicherheit? Wo dürfen Sie die Bilder nutzen?

Sichern Sie sich ab! Nicht selten haben Mitarbeiter nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen plötzlich ein Problem, das es vorher nicht gab, und erhoffen sich Schadenersatz.

Individualität respektieren

Vielleicht werden Sie mit dieser Idee nicht jeden Ihrer Mitarbeiter begeistern können. Sprechen Sie das Shooting offen an, signalisieren Sie aber auch, dass niemandem ein Nachteil entsteht, der sich nicht fotografieren lassen möchte.

Die Gründe für eine Ablehnung können ganz unterschiedlicher Natur und müssen keine Entscheidung für die Ewigkeit darstellen. Vielleicht ist die Skepsis bei manchen anfangs groß und in 5 Jahren nehmen sie gern daran teil. Respektieren Sie die Entscheidungen jedes Einzelnen, geben Sie aber beim Wiederholungstermin jedem wieder die Gelegenheit neu zu entscheiden.

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